Aktuelles

Das Schweigen meines Vaters

Sujet – Verlag, Institut français und Speicherbühne Mobil laden ganz herzlich ein zur

Premiere der ersten Hörbuchproduktion des Romans von Doan Bui

am 27.09.21, 19.00 Uhr im Institut francais Bremen, Contrescarpe 19.

Die Autorin wird digital zu der Veranstaltung dazugeschaltet werden, während Astrid Müller, die das Hörbuch auch eingelesen hat, live aus dem Buch lesen wird.

Moderation: Prof. Elisabeth Arend/Bremen

Anmeldungen: kultur.bremen@institutfrancais.de oder per Telefon : +49 421 339 44 0

Die Autorin Doan Bui

Doan Bui wurde 1976 als Tochter einer nord- und südvietnamesischen Familie in deren Exil in Paris geboren. Als Chefreporterin der Wochenzeitschrift „Le Nouvel Observateur“ schreibt sie viel beachtete Reportagen. Für eine Reportage über die Migration von Menschen, die über die Türkei und Griechenland nach Europa gelangen wollen, wird sie mit dem Albert – Londres – Preis ausgezeichnet.

Der Roman

Die Autorin steigt mit ihrem ersten biografischen Roman tief ein in die Geschichte ihrer Familie. Sie selbst fühlt sich als Französin und versteht das Verhalten ihrer Eltern oft nicht. Die Mutter besuchte als privilegierte Tochter reicher Südvietnamesen ein französisches Gymnasium in Saigon, während der Vater fast nichts über seine nordvietnamesischen Wurzeln erzählt. Das funktioniert, weil die Familie sich auch nicht besonders dafür interessiert. Man will „französisch“ sein und so akzeptiert werden. Als der Pathologe plötzlich einen Schlaganfall erleidet und sich nur noch mit zwei Vokalen artikulieren kann, begreift die Autorin allmählich, wie wenig sie von diesem Vater weiß. Sie, die als Journalistin viele Reportagen über Migranten recherchiert und veröffentlicht hat, beginnt nun professionell die eigene Familiengeschichte zu erforschen. Auf dieser Familienreise, auf die sie die Leser mitnimmt, „schwimmt“ sie zwischen den Kulturen und versucht Brücken zu bauen.

Die Hörbuchproduktion wurde gefördert durch: KARIN UND UWE HOLLWEG STIFTUNG