Ein Haufen abgehalfterter Figuren, vielleicht dem Zirkus oder einer drittklassigen Geisterbahn entlaufen, lotst das Publikum auf verschlungenen Wegen durch die „Wildnis“. Man trifft auf Szenarien, in denen das verbliebene Zirkuspersonal überraschende Bilder von Freiheit, Unfreiheit und die große Illusion der absoluten Freiheit präsentieren. Wie in einem Kaleidoskop ordnen sich während des Spaziergangs durch die eigene Vorstellungskraft verscheidene Facetten des Themas zu immer wieder neuen Mustern.

Hereinspaziert! Den Kopf wird es schon nicht kosten.

Mit: Hanna Balzer, Heidrun Felske, Guy Halbout (perc.), Anne Kehl (akk.), Judy Kohlstädt, Thomas Piewack, Ute Steineke, Barbara Sütterlin, Enise Tasdemir.
Inszenierung Astrid Müller

Sounds, Objekte, Installation Marc Pira

Veranstaltungsort  Kinderwildnis des BUND, Strandweg, Eingang nahe Café Sand.
27., 28.08.2022, jeweils um 19.00 Uhr

Eintritt: 15,- €/ 12,-€

Das Publikum sollte neugierig sein, gutes Schuhwerk anhaben und sich gegen Mücken schützen. Leider schaffen wir es nicht, die Kinderwildnis barrierefrei zu bespielen.

Das Schweigen meines Vaters

Wir freuen uns in der Reihe der Lesungen im Logbuchladen den autobiografischen Roman von Doan Bui vorstellen zu können.

Die Autorin Doan Bui
Doan Bui wurde 1976 als Tochter einer nord- und südvietnamesischen Familie in deren Exil in Paris geboren. Als Chefreporterin der Wochenzeitschrift „Le Nouvel Observateur“ schreibt sie viel beachtete Reportagen. Für eine Reportage über die Migration von Menschen, die über die Türkei und Griechenland nach Europa gelangen wollen, wird sie mit dem Albert – Londres – Preis ausgezeichnet.

Der Roman
Die Autorin steigt tief ein in die Geschichte ihrer Familie. Sie selbst fühlt sich als Französin und versteht das Verhalten ihrer Eltern oft nicht. Die Mutter besuchte als privilegierte Tochter reicher Südvietnamesen ein französisches Gymnasium in Saigon, während der Vater fast nichts über seine nordvietnamesischen Wurzeln erzählt. Das funktioniert, weil die Familie sich auch nicht besonders dafür interessiert. Man will „französisch“ sein und so akzeptiert werden. Als der Pathologe plötzlich einen Schlaganfall erleidet und sich nur noch mit zwei Vokalen artikulieren kann, begreift die Autorin allmählich, wie wenig sie von diesem Vater weiß. Sie, die als Journalistin viele Reportagen über Migranten recherchiert und veröffentlicht hat, beginnt nun professionell die eigene Familiengeschichte zu erforschen. Während dieser Familienreise, auf die sie die Leser mitnimmt, „schwimmt“ sie zwischen den Kulturen und versucht Brücken zu bauen.

Lesung: Astrid Müller

25.03.2022, 19.30 Uhr

Reservierung, Tickets:

Logbuchladen, Vegesacker Str. 1, 28217 Bremen

info@logbuch.de, Tel: 0421 – 69 19 38 42

Die Hörbuchproduktion, die in Zusammenarbeit mit dem Sujet- Verlag entstand, wurde gefördert durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

 

 

 

 

 

 

 

+ 9

„Den Kopf wird es schon nicht kosten“

Dieses Projekt hat Anfang Februar mit ersten Improvisationen zum Themenfeld  Freiheit, Angst, Mut, Lust, Angstlust, aufbrechen, sich zurückziehen, … begonnen.

Bei einem ersten Spaziergang stellten die Beteiligten Ideen vor und erprobten sie direkt. Premiere des inszenierten Spaziergangs, der „abhebt“, wird am 27.08.22 sein.

Wo? – Das wird später verraten. Sicher ist, dass die Freiluft-Aufführung coronakonform sein wird, und die Gäste dabei auch etwas für ihr körperliches und seelisches Wohlergehen tun werden.

+ 9

Franz Fendt, freischaffender Schauspieler, leitete den Bau von Halbmasken an. In einem weiteren Workshop brachte er die Akteure und ihre selbstgebauten Masken miteinander in Kontakt, in Bewegung und ins Spiel.

 

Mit dem Ensemble des westend-Theaters und in Kollaboration mit erfahrenen Musiker-, Tänzer-, Klangkünstler-, Medien- und Theaterpädagog-*innen entstanden zehn Miniaturen, die in ganz unterschiedlichen Formaten Genuss am Verzicht thematisieren.

Die Gäste erwartete ein Genießer-Abend inklusive Denkanstößen.

 

Von und mit: Hanna Balzer, Heidrun Felske, Benny Kuhlmann, Madlen Kraus, Marianne Menke, Astrid Müller, Ezzat Nashashibi, Thomas Piewack, Jürgen Puls, Christian Vogel, Marc Pira, Mirjam Rauch, Uwe Schlosstein, Nikki Sprich, Ute Steineke, Wilfried Stüven, Enise Tasdemir, Barbara Theisen.

Inszenierung: Astrid Müller

12., 13., 19., 20.06.2021

Veranstaltungsort: Kulturwerkstatt westend

Gefördert wurde das Projekt durch Neustart Kultur und die Kulturwerkstatt westend.

+ 4

 

Ein utopischer Abend für 24 Lautsprecher und Live-Sprecher*innen

In großer Gereiztheit wird von Menschen gepöbelt, anonym attackiert, körperlich bedroht – immer heftiger.
Der Umgang mit dem Corona- Virus, wirtschaftliche Vorteile oder Nachteile, Bevormundung, Entmündigung, Solidarität oder Entsolidarisierung zwischen Menschen lassen das Geschäft der Desinformation, vor allem auch im Internet aufblühen. Der Abend spürt den Erregungsmustern der letzten Monate nach, versucht zu begreifen und schickt naive „Weltverbesserer“ an utopische Orte.

Es wird: laut und leise, hart und komisch, enthemmt, erregt und hoffnungsfroh!

Inszenierung/Dramaturgie: Hanna Balzer, Astrid Müller, Marc Pira
Sounds, Klänge und Toncollagen: Marc Pira
Live Sprecher*innen: Hanna Balzer, Heidrun Felske, Jürgen Puls, Wilfried Stüven
25./26.09.2020 jeweils um 18.00 und 20.00 Uhr
Eine Kooperation von Speicherbühne Mobil e.V. und Kulturwerkstatt westend.

© Frank Scheffka
+ 16

Ein Abend über Nina Simone und die Bürgerrechtsbewegung

Ihre Songs und ihre Arrangements sind bis heute bekannte Hits. Die Rolle der Ausnahmemusikerin in der Bürgerrechtsbewegung der 1960-er Jahre in den USA kennen dagegen nur wenige. Am Beispiel der Jazz-Ikone verfolgt der biografische Abend das Thema Rassismus und spannt dabei den Bogen musikalisch und politisch von den 1950-er Jahren bis heute. Sollte es die Gäste bei einigen Songs zum Mitsingen drängen – nur zu!

Mit: Martina Becker, Michaela Hauser, Rodrigue Kassimo, Anne Kehl, Gerd Mannasse, Astrid Müller, Hilde Pontzen, Bärbel Puntke, Wilfried Stüven.

Piano: Anne Kehl
Percussion: Guy Halbout
Bass: Benjamin Kuhlmann
Saxophon: Madlen Kraus, Uwe Schlosstein

Licht: Uwe Schlosstein
Ton/Bilder/Videos: Marc Pira

Inszenierung: Astrid Müller

23.02.2019

Gefördert durch die Karin und Uwe Hollweg-Stiftung

+ 14

Zwei Tage mit Tanz, Sound und Video

 

Die Speicherbühne holt das Mini-Festival aus Berlin nach Bremen: Wiederholt begegnen sich Künstler*innen unterschiedlicher Sparten zwei Tage lang und erforschen Grenzen und Verbindungen zwischen Bewegung, Tanz, Licht, Video und Sound mit improvisatorischen Mitteln. Zentral ist dabei der Ansatz der Instant Composition, der Aspekte der Komposition in die Improvisation mit einbaut und so die spontane Begegnung mit fundierten Erfahrungen und Techniken der Künstler*innen verbindet. Was dabei entsteht, sind unterschiedlich besetzte, interdisziplinäre Abende, an denen durch immer neue Konstellationen Grenzen ausgetestet werden.

Von und mit:
2016 – Britta Pudelko, Ingo Reulecke, Dorthe Helmke, Markus Hoft (Tanz), Thomas Gerwin, Dietmar Kirstein, Marc Pira, Johannes Schäfer (Sounds), Carlos Bustamante (Video), Uwe Kirsch (Drawings)

2017 – Ingo Reulecke, Trinidad Martinez, Matthias Früh, Martina Kunstwald, Miriam Röder (Tanz), Reinhardt Hammerschmidt, Dietmar Kirstein, Markus Markowski, Marc Pira (Sounds), Carlos Bustamante, Ricardo Duarte (Video), Uwe Kirsch (Live Drawings)

2018 – Ingo Reulecke, Trinidad Martinez, Mirjam Rauch, Miriam Röder (Tanz), Biliana Voutchkova, Dietmar Kirstein, Marc Pira, Stefan Ulrich (Sounds), Lisskulla Moltke-Hoff (Video), Wolfgang Spelmans, Gunnar Ebert (Video und Sounds)

09., 10.12.2016
08., 09.12.2017
07., 08.12.2018

Gefördert durch der Senator für Kultur und die Waldemar Koch-Stiftung

+ 7

Wenn bei uns Krieg wäre, wohin würdest du gehen?

 

 

…stell dir vor, die Welt drehte sich um: Wir sind auf einmal die Flüchtenden. Ägypten gewährt Asyl, doch Asyl ist keine Urlaubsreise nach Luxor. Die beiden Protagonisten des Stückes fordern knappe 60 Minuten lang die Phantasie des Publikums heraus. Mit einfachsten Mitteln, nah dran am Publikum spielen sie das Gedankenexperiment durch. Wir werden von den Behörden übersehen oder verfolgt. Nun sitzt uns die Angst im Nacken.

Text: Janne Teller

Mit: Inga de Boer/Anett Syrbe und Thomas Haberer

Inszenierung: Astrid Müller
Sounds: Marc Pira

07., 08., 14., 15., 21.11.2015
23., 24.01., 12., 13.03., 18.05., 13.08., 18.11.2016

Gefördert durch die Waldemar-Koch-Stiftung

+ 9

Eine Generationen übergreifende Begegnung stellte der „Senioren-Hip-Hop-Workshop“ dar, aus dem zwei Produktionen mit den Brüdern Arton und Driton Velju, ihren Hip-Hop- Schüler*innen und Akteuren der Speicherbühne entstanden. Bereichernd waren die respektvolle Annäherung und die Neugier beider Seiten auf die jeweils andere Art des Trainings und des Geschichtenerzählens.

So entstand  „Hans & Grete“, eine Hip-Hop- Version von Hänsel und Gretel und die Beteiligung am Projekt „Luftwurzeln“ 2011, zu dem auch die Jugendlichen ihre eigene Migrationsgeschichte und die ihrer Großeltern beisteuerten.

18., 19.12.2010