Das Schweigen meines Vaters

Wir freuen uns in der Reihe der Lesungen im Logbuchladen den autobiografischen Roman von Doan Bui vorstellen zu können.

Die Autorin Doan Bui
Doan Bui wurde 1976 als Tochter einer nord- und südvietnamesischen Familie in deren Exil in Paris geboren. Als Chefreporterin der Wochenzeitschrift „Le Nouvel Observateur“ schreibt sie viel beachtete Reportagen. Für eine Reportage über die Migration von Menschen, die über die Türkei und Griechenland nach Europa gelangen wollen, wird sie mit dem Albert – Londres – Preis ausgezeichnet.

Der Roman
Die Autorin steigt tief ein in die Geschichte ihrer Familie. Sie selbst fühlt sich als Französin und versteht das Verhalten ihrer Eltern oft nicht. Die Mutter besuchte als privilegierte Tochter reicher Südvietnamesen ein französisches Gymnasium in Saigon, während der Vater fast nichts über seine nordvietnamesischen Wurzeln erzählt. Das funktioniert, weil die Familie sich auch nicht besonders dafür interessiert. Man will „französisch“ sein und so akzeptiert werden. Als der Pathologe plötzlich einen Schlaganfall erleidet und sich nur noch mit zwei Vokalen artikulieren kann, begreift die Autorin allmählich, wie wenig sie von diesem Vater weiß. Sie, die als Journalistin viele Reportagen über Migranten recherchiert und veröffentlicht hat, beginnt nun professionell die eigene Familiengeschichte zu erforschen. Während dieser Familienreise, auf die sie die Leser mitnimmt, „schwimmt“ sie zwischen den Kulturen und versucht Brücken zu bauen.

Lesung: Astrid Müller

25.03.2022, 19.30 Uhr

Reservierung, Tickets:

Logbuchladen, Vegesacker Str. 1, 28217 Bremen

info@logbuch.de, Tel: 0421 – 69 19 38 42

Die Hörbuchproduktion, die in Zusammenarbeit mit dem Sujet- Verlag entstand, wurde gefördert durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

 

 

 

 

 

 

 

+ 9

„Den Kopf wird es schon nicht kosten“

Dieses Projekt hat Anfang Februar mit ersten Improvisationen zum Themenfeld  Freiheit, Angst, Mut, Lust, Angstlust, aufbrechen, sich zurückziehen, … begonnen.

Bei einem ersten Spaziergang stellten die Beteiligten Ideen vor und erprobten sie direkt. Premiere des inszenierten Spaziergangs, der „abhebt“, wird am 27.08.22 sein.

Wo? – Das wird später verraten. Sicher ist, dass die Freiluft-Aufführung coronakonform sein wird, und die Gäste dabei auch etwas für ihr körperliches und seelisches Wohlergehen tun werden.

 

Mit dem Ensemble des westend-Theaters und in Kollaboration mit erfahrenen Musiker-, Tänzer-, Klangkünstler-, Medien- und Theaterpädagog-*innen entstanden zehn Miniaturen, die in ganz unterschiedlichen Formaten Genuss am Verzicht thematisieren.

Die Gäste erwartete ein Genießer-Abend inklusive Denkanstößen.

 

Von und mit: Hanna Balzer, Heidrun Felske, Benny Kuhlmann, Madlen Kraus, Marianne Menke, Astrid Müller, Ezzat Nashashibi, Thomas Piewack, Jürgen Puls, Christian Vogel, Marc Pira, Mirjam Rauch, Uwe Schlosstein, Nikki Sprich, Ute Steineke, Wilfried Stüven, Enise Tasdemir, Barbara Theisen.

Inszenierung: Astrid Müller

12., 13., 19., 20.06.2021

Veranstaltungsort: Kulturwerkstatt westend

Gefördert wurde das Projekt durch Neustart Kultur und die Kulturwerkstatt westend.

+ 4

 

Ein utopischer Abend für 24 Lautsprecher und Live-Sprecher*innen

In großer Gereiztheit wird von Menschen gepöbelt, anonym attackiert, körperlich bedroht – immer heftiger.
Der Umgang mit dem Corona- Virus, wirtschaftliche Vorteile oder Nachteile, Bevormundung, Entmündigung, Solidarität oder Entsolidarisierung zwischen Menschen lassen das Geschäft der Desinformation, vor allem auch im Internet aufblühen. Der Abend spürt den Erregungsmustern der letzten Monate nach, versucht zu begreifen und schickt naive „Weltverbesserer“ an utopische Orte.

Es wird: laut und leise, hart und komisch, enthemmt, erregt und hoffnungsfroh!

Inszenierung/Dramaturgie: Hanna Balzer, Astrid Müller, Marc Pira
Sounds, Klänge und Toncollagen: Marc Pira
Live Sprecher*innen: Hanna Balzer, Heidrun Felske, Jürgen Puls, Wilfried Stüven
25./26.09.2020 jeweils um 18.00 und 20.00 Uhr
Eine Kooperation von Speicherbühne Mobil e.V. und Kulturwerkstatt westend.

© Frank Scheffka
+ 16

Ein Abend über Nina Simone und die Bürgerrechtsbewegung

Ihre Songs und ihre Arrangements sind bis heute bekannte Hits. Die Rolle der Ausnahmemusikerin in der Bürgerrechtsbewegung der 1960-er Jahre in den USA kennen dagegen nur wenige. Am Beispiel der Jazz-Ikone verfolgt der biografische Abend das Thema Rassismus und spannt dabei den Bogen musikalisch und politisch von den 1950-er Jahren bis heute. Sollte es die Gäste bei einigen Songs zum Mitsingen drängen – nur zu!

Mit: Martina Becker, Michaela Hauser, Rodrigue Kassimo, Anne Kehl, Gerd Mannasse, Astrid Müller, Hilde Pontzen, Bärbel Puntke, Wilfried Stüven.

Piano: Anne Kehl
Percussion: Guy Halbout
Bass: Benjamin Kuhlmann
Saxophon: Madlen Kraus, Uwe Schlosstein

Licht: Uwe Schlosstein
Ton/Bilder/Videos: Marc Pira

Inszenierung: Astrid Müller

23.02.2019

Gefördert durch die Karin und Uwe Hollweg-Stiftung

+ 14

Zwei Tage mit Tanz, Sound und Video

 

Die Speicherbühne holt das Mini-Festival aus Berlin nach Bremen: Wiederholt begegnen sich Künstler*innen unterschiedlicher Sparten zwei Tage lang und erforschen Grenzen und Verbindungen zwischen Bewegung, Tanz, Licht, Video und Sound mit improvisatorischen Mitteln. Zentral ist dabei der Ansatz der Instant Composition, der Aspekte der Komposition in die Improvisation mit einbaut und so die spontane Begegnung mit fundierten Erfahrungen und Techniken der Künstler*innen verbindet. Was dabei entsteht, sind unterschiedlich besetzte, interdisziplinäre Abende, an denen durch immer neue Konstellationen Grenzen ausgetestet werden.

Von und mit:
2016 – Britta Pudelko, Ingo Reulecke, Dorthe Helmke, Markus Hoft (Tanz), Thomas Gerwin, Dietmar Kirstein, Marc Pira, Johannes Schäfer (Sounds), Carlos Bustamante (Video), Uwe Kirsch (Drawings)

2017 – Ingo Reulecke, Trinidad Martinez, Matthias Früh, Martina Kunstwald, Miriam Röder (Tanz), Reinhardt Hammerschmidt, Dietmar Kirstein, Markus Markowski, Marc Pira (Sounds), Carlos Bustamante, Ricardo Duarte (Video), Uwe Kirsch (Live Drawings)

2018 – Ingo Reulecke, Trinidad Martinez, Mirjam Rauch, Miriam Röder (Tanz), Biliana Voutchkova, Dietmar Kirstein, Marc Pira, Stefan Ulrich (Sounds), Lisskulla Moltke-Hoff (Video), Wolfgang Spelmans, Gunnar Ebert (Video und Sounds)

09., 10.12.2016
08., 09.12.2017
07., 08.12.2018

Gefördert durch der Senator für Kultur und die Waldemar Koch-Stiftung

+ 7

Wenn bei uns Krieg wäre, wohin würdest du gehen?

 

 

…stell dir vor, die Welt drehte sich um: Wir sind auf einmal die Flüchtenden. Ägypten gewährt Asyl, doch Asyl ist keine Urlaubsreise nach Luxor. Die beiden Protagonisten des Stückes fordern knappe 60 Minuten lang die Phantasie des Publikums heraus. Mit einfachsten Mitteln, nah dran am Publikum spielen sie das Gedankenexperiment durch. Wir werden von den Behörden übersehen oder verfolgt. Nun sitzt uns die Angst im Nacken.

Text: Janne Teller

Mit: Inga de Boer/Anett Syrbe und Thomas Haberer

Inszenierung: Astrid Müller
Sounds: Marc Pira

07., 08., 14., 15., 21.11.2015
23., 24.01., 12., 13.03., 18.05., 13.08., 18.11.2016

Gefördert durch die Waldemar-Koch-Stiftung

© Speicherbühne
+ 12

Performativer Stadtspaziergang durch den Bremer Westen

 

Im Auftrag der Kulturwerkstatt westend entwickelt Astrid Müller mit sieben Akteuren in der Speicherbühne einen performativen Stadtspaziergang durch den Bremer Westen.

Das Publikum wird ganz persönlich an speziell ausgewählte Orte in Walle geführt. Ortskundige Lots*innen bescheren den Spaziergänger*innen überraschende Begegnungen, die den Stadtteil zu einer persönlichen Erfahrung und zu einer Begegnung mit vielfältigsten Lebensentwürfen machen.

Lust auf Alternativen zum eigenen? Lieber vielfältig als einfältig? Dann los – und keine Angst davor, womöglich auch dem eigenen Rassismus zu begegnen.

Der Spaziergang endet nach eineinhalb Stunden wieder am Ausgangspunkt. Wer mag, bleibt noch ein bisschen, um sich über das Erlebte mit anderen auszutauschen.

Der Spaziergang ist barrierefrei. Helfer unterstützen Rollifahrer bei Bedarf.

Mit: Hanna Balzer, Paurnima Bünte, Heidrun Felske, Hans Drechsler, Rodrigue Kassimo, Ute Steineke, Enise Tasdemir.

Tonaufnahmen und Sounds: Marc Pira

Dramaturgie und Inszenierung: Astrid Müller

15., 16., 22., 23.06.2019

Ein Projekt des westend-Theaters

In Kooperation mit der Speicherbühne e.V., Selbstbestimmt leben e.V. und dem Geschichtskontor Kulturhaus Walle.

Gefördert durch die Kulturwerkstatt Westend und Aktion Mensch.

+ 12

Hörstück über die Freiheit für zwei Akteure und 20 Lautsprecher

 

In dem Hörstück über die Freiheit werden Stimmen von Friedrich Nietzsche, Michael Bakunin und D.A.F. de Sade zitiert. Die Akteure Heidrun Felske und Benedikt Vermeer treten in einer raumgreifenden Klang- und Lichtinszenierung auf und führen Dialoge mit den Lautsprecherstimmen. Sie untersuchen die unterschiedlichen Positionen der untergegangenen Rebellen.

So treffen die erstaunlich aktuellen Gedanken des Philosophen, des Anarchisten und des Libertin zur Freiheit des Menschen und zur Gestaltung einer Gesellschaft aufeinander. Die Zuhörer sind eingeladen, aus den collagierten Gedankenströmen für sie Wertvolles herauszufischen.

Mit: Heidrun Felske und Benedikt Vermeer

Idee, Inszenierung, Klänge: Marc Pira
Schauspielerregie: Astrid Müller

Einspielungen: Hanna Balzer und Thomas Haberer
Licht: Uwe Schlosstein

14., 15., 21., 22.11.2009

Das Hörstück ist Teil der Reihe „Oasen-Zitadellen“ und ist gefördert durch die Arbeitnehmerkammer-Bremen.

+ 26

Ein Figuren-Theater-Comic

 

Die Speicherbühne lädt ein zu einem Gastmahl. Statt Rede und Gegenrede zu führen, diskutieren die Gäste in Form von Szenen, Comics, Musik und Bildern Möglichkeiten eines „Neuen Gemeinwesens“. Spannend wird es durch Menschen unterschiedlichster Herkunft, die hier gemeinsam leben werden. Der Dialog beim Abendessen kann viele Fragen aufwerfen:

Europa? Freiheit? Demokratie? Gastfreundschaft? Tugenden? Tabus? Toleranz? Grenzen? Natürlich wird es auch Musik, Essen und Getränke geben. Eingeladen sind vor allem auch unsere neu zugezogenen Nachbarn.

Mit: René Abé, Sheyar Alessa, Mohamad Ayman Attahle, Heidrun Felske, Nareg Garabedian, Anne Kehl, Benny Kuhlmann, Sarkis Ohanis, Alexander Treville

Kostüme: Jassir Ramadan

Sounds: Marc Pira, Benny Kuhlmann

Leitung: Astrid Müller

03., 04., 10., 11.09.2016

Ein Projekt des westend-Theaters

Gefördert durch: Sparkasse Bremen „gemeinsam gut“ Stadtteilinitiative